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Ordensgründerin

Heilige Mutter Magdalena-Sophia Barat  

Die Ordensgemeinschaft vom Heiligen Herzen Jesu ( Sacré Coeur ) wurde 1801 von Magdalena-Sophia Barat gegründet, die 1779 als Tochter einer Winzerfamilie in Joigny im Burgund zur Welt kam.

Die großen gesellschaftlichen Probleme im Zuge der Französischen Revolution trugen letztlich nicht unwesentlich zur Gründung des Ordens bei.

Nachdem Magdalena-Sophias Bruder Louis, vorübergehend im Gefängnis und 1795 zum Priester geweiht, seine Schwester dafür gewinnen konnte, Joigny zu verlassen und nach Paris zu ziehen, kam das junge Mädchen nach einem Besuch des verwüsteten Paris schon bald zur Überzeugung, durch die Schaffung einer Ordensgemeinschaft Not leidenden Kindern und Jugendlichen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Zunächst unterrichtete Magdalena-Sophia kleine Kinder in der Umgebung ihres Pariser Wohnorts, zeigte sich jedoch stets darauf bedacht, ihre eigene religiöse Ausbildung nicht zu vernachlässigen. Mit Gleichgesinnten begann sie schon bald ein neues gemeinsames Leben im Sinne einer neuen Art der Herz-Jesu-Verehrung, die auch in der Erziehung junger Menschen Anwendung finden sollte.  

Entscheidend im Werdegang des Mädchens aus Joigny war die Begegnung mit Pere Joseph Varin. Nach seiner Rückkehr aus der Emigration machte er es sich zum Ziel, ein kurz zuvor gegründetes weibliches Institut geistlichen Lebens („Dilette di Gesu“), das sich der Erziehung von Mädchen widmet, bekannt zu machen. Er bat Magdalena-Sophia um Hilfe. Danach ging alles sehr schnell.   Am 21. November 1800 wurde Magdalena-Sophia zum ersten Mal geweiht, am 13. November 1801 lässt sich eine erste Gemeinschaft (Kloster und Internat), bestehend aus Magdalena-Sophia und zwei weitere Frauen, im französischen Amiens nachweisen.

Am 21. Dezember 1802 wurde Magdalena-Sophia Barat  im jungen Alter von 23 Jahren zur Oberin bestellt.

Obwohl Magdalena-Sophia von einer außergewöhnlichen humanistischen Großherzigkeit beseelt war, dürften auch missionarische Absichten sie dazu veranlasst haben, die Gründung von Niederlassungen voranzutreiben mit dem Ziel, die Kinder im Glauben und in der christlichen Kultur auszubilden.   1806 stieg Magdalena-Sophia zur Generaloberin auf und behielt diese Stellung bis zu ihrem Tod im Jahr 1865.   Papst Leo XII. anerkannte 1826 die Konstitutionen des Ordens. In den folgenden Jahren kam es fortlaufend zu Neugründungen, die Missionsniederlassungen breiteten sich in allen Kontinenten aus.    

Zu Lebzeiten Magdalena-Sophias entstanden Sacré-Coeur-Häuser in Frankreich, Spanien, England, Belgien, Deutschland und Österreich. Die älteste österreichische Gründung wurde 1846 in Graz eröffnet, es folgten Ansiedlungen in Wien und Pressbaum und die zur damaligen Monarchie gehörenden polnischen Häuser.   

Die Gründung Riedenburgs 1854 stellte insofern etwas Besonderes dar, als dieses Haus gewissermaßen von Magdalena-Sophia Barat selbst gegründet und als einzige Niederlassung 1856 persönlich von ihr besucht wurde.   Magdalena-Sophia Barats herausragende Stellung in der Kirche würdigte schon Papst Pius XIII., unter Papst Pius X. folgte 1908 die Seligsprechung und Papst Pius XI. schließlich erhob die Stifterin der Riedenburg 1925 zur Heiligen.              

 

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